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Markus Lanzelot ist der unangefochtene Meister der gepflegten Unterbrechung und der König des deutschen Spätabendtalks. In seinem neuen Roman entfaltet Jakob Chalupski eine scharfsinnige, bitterböse und zugleich tief berührende Gesellschaftssatire überMacht, Kontrolle und die panische Angst vor der Stille.Der 55-jährige Talkmaster Markus Lanzelot beherrscht die Kunst, sich im 45-Grad-Winkel nach vorne zu beugen, bis sein Oberkörper eine diagonale Linie bildet. Er stellt Fragen, die eigentlich Monologe sind, und lässt niemanden ausreden, weil er die Antwort bereits besser zu kennen glaubt. Hinter der perfekten Anzugfassade und dem dynamisch geföhnten Haar lauert die existenzielle Furcht vor dem einen Moment, in dem alles gesagt ist und nichts mehr bleibt. Diese Furcht treibt ihn an, Nacht für Nacht, Sendung für Sendung.Jakob Chalupski erzählt in zwanzig detailreichen Kapiteln den Weg eines Mannes, der aus der Panik vor dem leeren Raum ein Lebenswerk gebaut hat. Von den morgendlichen Ritualen in der Hamburger Villa über die gnadenlosen Redaktionskonferenzen, die epischen Podcast-Duelle mit dem Philosophen Richard und die hitzigen Live-Aufzeichnungen bis hin zur nächtlichen Konfrontation mit den eigenen Archiven und der schmerzhaften Selbsterkenntnis an der Elbe. Der Roman zeigt, wie aus journalistischer Hartnäckigkeit eine Sucht wird, wie aus Kontrolle Flucht entsteht und wie aus dem Versuch, die Stille zu besiegen, genau jene Leere geboren wird, die man am meisten fürchtet.„Markus Lanzelot – Die Kunst, niemanden ausreden zu lassen“ ist zugleich Medien-Satire, Charakterstudie und Gesellschaftsspiegel. Der Roman trifft den Nerv einer Zeit, in der ununterbrochen geredet wird, weil das Schweigen als Bedrohung gilt. Er entlarvt die Mechanismen des Talkshow-Betriebs, die Rhetorik der Macht und die stille Verzweiflung hinter den Scheinwerfern.

Produktdetails

Seitenzahl: 200
Gewicht: 241 g

Auflage: 1
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-565-62796-7

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